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Oberflächentechnik
Damit Sie langfristig und wirksam von Korrosionsschäden verschont bleiben, gilt es zunächst, den richtigen Schutz zu finden. Dafür klären wir mit Ihnen zunächst einige Schlüsselfragen. Sind die Rahmenbedingungen geklärt, wählen wir das passende Beschichtungssystem aus.
Als Grundlage für den Korrosionsschutz von Anlagen und einzelnen Bauteilen braucht es eine tragfähige, oxidfreie und aufnahmefähige Oberfläche. Um diese Eigenschaften zu gewährleisten, stehen KAEFER verschiedene Strahltechniken zur Verfügung. Jede dieser Techniken erzeugt ein anderes Strahlbild auf der behandelten Oberfläche – eine wichtige Voraussetzung für das Auftragen der neuen Oberflächenbeschichtung im Sinne der ZTV-ING. So bereiten wir Oberflächen mithilfe der passenden Strahltechnik optimal für den Auftrag des Korrosionsschutzes vor.
Die Vorbereitung der Oberfläche erfüllt gleich mehrere Funktionen: Die Strahlreinigung entfernt Kontaminationen wie Oxidschichten oder Rost. Zudem erhöht sie die Langlebigkeit der neuen Beschichtung und raut die zu schützende Oberfläche auf. Dies bedeutet eine Vergrößerung der Oberfläche und ein verbessertes Ankerprofil für die Neu-Beschichtung.
Häufig finden sich Blei und Asbest als gefährliche Komponenten in älteren Beschichtungssystemen. Um diese Bestandteile fachgerecht und mit der nötigen Sicherheit zu lösen und zu entsorgen, braucht es geschultes Personal mit der entsprechenden Expertise. Auch hier sorgt professionell durchgeführte Strahltechnik für Abhilfe – und für Anlagenkomponenten ohne gesundheitliche Risiken durch Schadstoffe.
Bei mechanischen Abtragsarbeiten mit Strahltechnik greifen wir bei KAEFER vor allem auf Druckluft zurück. Die folgenden Strahlmittel finden dabei am häufigsten Anwendung – allerdings sind auf Anfrage auch weitere Techniken und Stoffe für den Abtrag möglich. Sprechen Sie uns gerne an!
Sandstrahlen: Entgegen der Bezeichnung wird beim Sandstrahlen heute kaum noch Sand verwendet. Je nach Werkstoff und Oberfläche kommen hierfür verschiedene Medien mit unterschiedlicher Körnungsgröße infrage.
Kugelstrahlen: Der mechanische Abtrag via Kugelstrahlen bringt einen wesentlichen Umwelt-Vorteil mit sich: Das Strahlmittel wird aufgefangen und steht anschließend für die mehrfache Verwendung zur Verfügung. Es werden weniger Ressourcen benötigt, was die Umwelt und das Projekt-Budget gleichermaßen schont.
Glasperlenstrahlen: Glasperlenstrahlen sind eine effektive Technik, um Ablagerungen und Korrosionsschäden an Edelstahl vorzubeugen. Das Verfahren führt zu einer gleichmäßigeren Verdichtung der Oberfläche als bei vielen anderen Techniken. Auch hier wird das Abtragsmedium aufgefangen und wiederverwendet.
Stahlschrotstrahlen: Beim Stahlschrot handelt es sich um ein besonders wirksames, metallisches Strahlmittel. Das Stahlschrotstrahlen eignet sich hervorragend zur Vorbereitung von hochwirksamen Beschichtungssystemen auf Blech und Baustahl.
Nach dem Abtrag der alten Oberflächenbeschichtung benötigen Anlagen und Bauteile ein neues Beschichtungssystem für den Korrosionsschutz. Der Aufbau des neuen Überzugs hängt von äußeren Einflüssen sowie vom vorliegenden Grundwerkstoff ab. Beispielsweise kommt eine Neubeschichtung mit Epoxidharz aufgrund seiner Lichtempfindlichkeit nur im Inneren von Anlagen beziehungsweise Bauteilen infrage, während sich für Stahl eine Feuerverzinkung anbietet. Unsere Korrosionsschutz-Experten entscheiden mit umfangreichem Know-how, welches Beschichtungssystem sich für die Umsetzung an bestimmten Projekten eignet.
Corrosion under Insulation (CUI) stellt auch 30 Jahre nach ihrem öffentlichen Bekanntwerden noch immer ein großes Problem für viele Betriebe dar. CUI entsteht hauptsächlich durch Wasser, das in die Wärmedämmung von Rohrleitungen und Behältern eintritt und dort zu schneller Korrosion führt. Mit mehr als 80 Prozent der Fälle sind Rohrleitungen besonders von CUI betroffen. Darüber hinaus ist das Phänomen für 40 bis 60 Prozent der anfallenden Unterhaltskosten von Rohrleitungen verantwortlich. Im gesamten Instandhaltungsetat einer Anlage machen CUI-Schäden etwa 10 Prozent aus. Wer in gründlichen Korrosionsschutz investiert, spart also langfristig enorme Kosten ein.
Von CUI betroffen sind vor allem Edelstahl-Elemente in einem Temperaturbereich zwischen 50 und 175 Grad Celsius. Bei Kohlenstoffstahl ist der Risikobereich noch größer: Zwischen -4 und +175 Grad Celsius kann es zu Korrosionsschäden kommen. Am anfälligsten sind Elemente im Bereich zwischen 60 und 120 Grad Celsius. Zusätzliche Probleme entstehen etwa im Temperaturwechselbetrieb, wo unter anderem Chloride, Sulfate und Säuren die Isolierung verstärkt kontaminieren.
Herkömmliche Beschichtungssysteme sind auf Höchsttemperaturen bis zu 230 Grad Celsius ausgelegt, was im Temperaturwechselbetrieb häufig nicht ausreicht. Auch viele Hochtemperaturbeschichtungen aus Silikon bieten nur unzureichenden Schutz vor Korrosion. Auch bei Verzinkung gibt es einiges zu beachten: Im Temperaturbereich von 50 bis 175 Grad Celsius eignen sich Feuerverzinkung und anorganische Zink-Silikate nicht für den Einsatz unter der Isolierung. Grund hierfür ist, dass metallisches Zink ab etwa 60 Grad Celsius eine galvanische Umkehr erfährt und gegenüber Kohlenstoffstahl kathodisch wird.