
Isolierung
Temperaturen im Griff halten – von minus 196 bis plus 1.000 Grad Celsius
Isolierung bei KAEFER bedeutet mehr als Dämmung montieren. Es geht um präzise berechnete Dämmsysteme, die Energieverluste minimieren, Betriebssicherheit garantieren und Lärmgrenzwerte einhalten – abgestimmt auf Ihre Prozesstemperaturen und normgerecht ausgeführt. Ob Wärmeisolierung für Hochtemperaturprozesse bis 1.000 °C, Kälteisolierung für LNG-Anlagen bis minus 196 °C oder Schallschutzisolierung für TA-Lärm-konforme Betriebsabläufe – KAEFER Pros realisieren Isolierungslösungen, die physikalisch präzise dimensioniert und mit hochwertigen Dämmstoffen wie Mineralwolle, Weichschäum, PIR (Polyisocyanurat), Aerogel umgesetzt werden. Mit deutschlandweit mehr als 700 ausgebildeten Isolierern, einem großen Netzwerk aus Nachunternehmen und Energieaudits sichern wir messbare Einsparungen.
Unsere Isolierungs-kompetenzen
für Ihre Branche:
Warum Isolierung
so anspruchsvoll ist
Isolierung ist keine Standardaufgabe – jede Anlage bringt eigene thermische, mechanische und chemische Herausforderungen mit. Prozesstemperaturen reichen von kryogenen LNG-Anwendungen bei zu minus 196 °C bis zu Hochtemperatur-Innenisolierungen bei 1.000 °C und darüber.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Energieeffizienz-Vorgaben verlangen präzise Dämmdickenberechnungen, TA Lärm setzt klare Lärmgrenzwerte, und Kälteanwendungen erfordern wirksame Dampfbremsen, um Feuchtigkeit und Tauwasserbildung zu verhindern. Hinzu kommen normative Vorgaben wie AGI-Arbeitsblätter, DIN 4140 und VDI-Richtlinien sowie Temperaturwechselbeständigkeit bei Wechseltemperaturen zwischen minus 850 °C und plus 150 °C.
Wer hier nicht auf materialgerechte Auswahl, physikalisch präzise Dimensionierung und fachgerechte Ausführung setzt, riskiert Energieverluste, Kondensatschäden, Korrosion an Rohrleitungen und Lärmgrenzwertüberschreitungen.
Isolierung bei KAEFER bedeutet deshalb: Effizienz durch Berechnung, Langlebigkeit durch Materialwahl und Betriebssicherheit durch normgerechte Ausführung.
Unser Servicespektrum
Kälteisolierung
Bei Kältedämmungen versagt jede Isolierung, die nicht durchdacht konstruiert ist. Sinkt die Temperatur des Mediums unter die Temperatur der Umgebung, bildet sich Kondenswasser.
Die Folge: Bei der falschen Auswahl des Dämmsystems durchfeuchtet der Dämmstoff und die Wirkung des Dämmsystems bricht innerhalb von Monaten zusammen. Gleichzeitig fördert Feuchtigkeit Korrosion an Rohrleitungen und Anlagenteilen, und das zusätzliche Gewicht belastet die Tragkonstruktion. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Dämmstoff selbst, sondern die präzise Abstimmung der Umgebungsbedingungen und Mediumtemperaturen mit dem gesamten Dämmsystem – vom Dämmstoff über eine mögliche Dampfbremse bis hin zur Ummantelung. Wer hier Fehler macht, dämmt umsonst.
Typische Einsatzgebiete: LNG-Anlagen und LNG-Terminals (Tiefkälte bis minus 196 °C), Ethylen-Anlagen, CO₂- und Gasverflüssigungsanlagen, Prozesskälte in Lebensmittel- und Pharmaindustrie, Lagerung tiefkalter Medien. Flüssiggase wie LNG, Wasserstoff oder Helium benötigen extrem niedrige Temperaturen – und reagieren auf Temperaturschwankungen mit dramatischen Volumenänderungen. Erreicht ein Flüssiggas seinen Siedepunkt, dehnt es sich binnen Sekunden aus.
Der Betrieb von Kälteanlagen erfordert etwa acht- bis zehnmal mehr Energie als bei der Wärmeerzeugung – weshalb jede Schwachstelle in der Dämmung unverhältnismäßig hohe Kosten verursacht.
Wärmeisolierung
Jede Kilowattstunde, die Ihre Anlage unkontrolliert verliert, kostet Geld – und zwar viel Geld. Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) berechnet, dass bereits die Dämmung bisher nicht isolierter Bauteile und Rohrleitungen 23 Prozent Energieeinsparung bringt. Bei mittelgroßen Raffinerien oder Chemieanlagen kann sich damit ein mögliches Einsparpotenzial von sechsstelligen Beträgen pro Jahr ergeben. Am Beispiel einer ungedämmten Armatur in einer chemischen Anlage zeigt sich, dass durch eine professionelle Dämmung im Jahr über 1.000 € eingespart werden können, das entspricht etwa 75% des Energieverbrauches eines Einfamilienhauses.
Hinzu kommt: Jede eingesparte Kilowattstunde reduziert Ihre CO₂-Bilanz – relevant nicht nur für Nachhaltigkeitsziele, sondern auch für die Berichtspflichten nach IED 2.0 und die steigenden Kosten im Emissionshandel.
Typische Einsatzgebiete: Kraftwerke, Chemieanlagen, Raffinerien, Fernwärmeleitungen, Prozessdampfleitungen, Hochtemperatur-Anwendungen bis 1.000 °C (Hochtemperatur-Innenisolierungen bis 1.400 °C für Sonderlösungen).
Dämmstoffe: Mineralwolle, Calcium-Magnesium-Silikatwolle (CMS), mikroporöse Dämmstoffe, Aerogele.
Ummantelungssysteme: Blechummantelungen (Aluminium, Aluzink (AZ185), Edelstahl, verzinkt, farblich beschichtet, Blechdicken 0,5 bis 1,2 mm), Kunststoffummantelungen (PVC).
Qualitätssicherung: Berechnung von Wärmeverlust, Dämmdicken, Temperaturänderungen über die Zeit und Länge einer Rohrleitung sowie Thermografieaufnahmen und Temperaturmessungen vor Ort. KAEFER Energieaudits liefern strukturierte, mess- und rechenbare Einstiegspunkte in Effizienzprogramme. Alternativ bieten wir Ihnen auch TIPCHECKs gemäß des EiiF (European Industrial Insulation Foundation) an.
Typische Amortisationszeiten: bei Optimierng von Dämmsystemen: drei Monate bis zwei Jahre.
Schallschutzisolierung
Lärmemissionen reduzieren, Arbeitsschutz gewährleisten. Industrieanlagen sind laut – und Lärm kann Gesundheit kosten – und auch Geld. Die Arbeitsstättenverordnung und die TA Lärm setzen klare Grenzwerte, deren Überschreitung zu Produktionsstopps oder Bußgeldern führen kann. Gleichzeitig mindert dauerhafter Lärm die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeitenden und erhöht das Unfallrisiko. Professionelle Schallschutzisolierung reduziert Lärmemissionen um bis zu 30 dB(A) – das entspricht einer gefühlten Halbierung der Lautstärke.
Typische Einsatzgebiete: Kompressoren, Pumpen, Ventilatoren, Turbinen, Rohrleitungssysteme, Produktionsanlagen mit hohen Lärmemissionen.
Dämmstoffe & Systeme: Mineralwolle mit hoher Rohdichte, schallabsorbierende Konstruktionen in Form von Kassetten, Hauben oder Einhausungen (Doppelwandig, aus perforierten oder geschlossenen Ummantelungen.
Qualitätssicherung: Schallpegelmessungen vor und der Durchführung von Maßnahmen, normgerechte Auslegung nach Kundenanforderung und der TA-Lärm- und Arbeitsstättenverordnung.
Planung & Beratung
Isolierung beginnt nicht auf der Baustelle, sondern am Schreibtisch. Je präziser Dämmsysteme berechnet sind, desto effizienter arbeiten sie – und desto schneller amortisiert sich Ihre Investition. Falsch dimensionierte Dämmdicken verschwenden Material und Montagezeit, ohne die gewünschte Einsparung zu bringen. KAEFER berechnet Dämmsysteme so, dass sie wirtschaftlich optimal arbeiten – nicht nach Faustformeln, sondern nach messbaren physikalischen Gesetzmäßigkeiten.
Typische Planungsleistungen: Wärmebrückenberechnung, Dämmdickenberechnung, Taupunktberechnung, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Thermografie-Kontrolle. Energieaudits nach EIIF-Standards (Europäische Vereinigung für Energieeinsparung) liefern strukturierte, mess- und rechenbare Einstiegspunkte in Effizienzprogramme.
Typische Amortisationszeiten: drei Monate bis zwei Jahre.
KAEFER berichtet im EIIF-Tip-Check-Kontext einen sehr hohen Anteil der europaweit erfassten Audits (rund 80 Prozent). CO₂-Kennzahlen schaffen klare Entscheidungsgrundlagen für IED-2.0-Berichtspflichten und Emissionshandel.
Wartung und Inspektion: Isolierungs-Inspektionen, Predictive Maintenance, Schadensbegutachtung, Notdienst, Rahmenverträge für kontinuierliche Instandhaltung (1–10 Jahre) mit planbaren Kosten.





















